Das neue Alpewa HQ
stefanie andolfato

Das neue Alpewa HQ

stefanie andolfato

Die Neugestaltung des Alpewa-Standorts in Bozen geht weit über eine reine architektonische Sanierung hinaus. Das Projekt versteht sich als Ausdruck von Identität, Vision und Innovationskraft. Die zentrale Herausforderung bestand – wie Federico Compagnino und Harald Kofler erläutern – darin, die im Laufe der Zeit entstandenen heterogenen Gebäude zusammenzuführen, ohne ihre jeweiligen Besonderheiten aufzuheben. Stattdessen wurden die Unterschiede in eine gemeinsame, harmonische Formensprache integriert.

Stefanie Andolfato

Das Trapezblech

Ein zentrales Element der Planung ist die Einführung einer „zweiten Haut“ aus mikroperforiertem Montana-Trapezblech, ausgeführt mit dem System SP 45/150. Dieses Profil bildet sowohl technisch als auch gestalterisch das Herzstück des Projekts: Es vereint hohe strukturelle Stabilität mit großer architektonischer Flexibilität. Seine Geometrie eignet sich ideal für leistungsfähige Fassadenverkleidungen, während die Mikroperforierung zusätzliche gestalterische Möglichkeiten eröffnet und gezielte Transparenzeffekte ermöglicht. Dank dieser Eigenschaften erzeugt das System SP 45/150 eine leichte, nahezu schwebende Hülle, die den Bestand umgibt, ohne ihn vollständig zu verbergen. Dadurch entsteht ein charakteristischer „Sehen-und-Gesehenwerden“-Effekt. Die Fassade wird zu einer dynamischen Oberfläche, die mit dem natürlichen Licht in Wechselwirkung tritt: Schatten und Reflexionen verändern im Tagesverlauf kontinuierlich das Erscheinungsbild des Gebäudes und verleihen ihm Tiefe, Bewegung und Lebendigkeit. Zugleich verbessert die Mikroperforierung die Belüftung sowie den Sonnenschutz und trägt damit wesentlich zur funktionalen Leistungsfähigkeit der Gebäudehülle bei.

Fotogalery Alpewa HQ

Arch. Federico Compagnino - COKO Architekten

Stefanie Andolfato

Die Fassade

Aus architektonischer Sicht zeichnet sich das System zudem durch seine hohe gestalterische Vielseitigkeit aus, die eine individuelle und prägnante Formensprache ermöglicht. Im Projekt Alpewa wurden die vertikalen Elemente präzise in das Fassadenkonzept integriert: Sie greifen das Unternehmenslogo auf, stärken die visuelle Identität des Gebäudekomplexes und verleihen ihm einen hohen Wiedererkennungswert.

Das vom Büro COKO Architekten geplante und mit Unterstützung von Prennwerk GmbH realisierte Projekt steht exemplarisch für die gelungene Verbindung von Innovation und Aufwertung des Bestands. Gleichzeitig wurde im Zuge der Sanierung auch das Innenraumkonzept neu definiert: Entstanden ist ein zeitgemäßes Unternehmensumfeld mit modernen Büros, einer Mensa, informellen Begegnungszonen, Showrooms sowie Veranstaltungsflächen.

Insgesamt zeigt das Projekt eindrucksvoll, dass das System SP 45/150 weit mehr ist als ein konstruktives Bauelement. Es fungiert als echtes architektonisches Werkzeug, das technische Leistungsfähigkeit, ästhetische Qualität und Unternehmensidentität miteinander verbindet – und damit maßgeblich zur neuen, zukunftsorientierten Erscheinung von Alpewa beiträgt.

Work in progress

Andreas Koler - CEO Alpewa

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